Das Tor nach Süden

Unser Problem begann mit einem grossen Boot. Der deutsche Motorbootbesitzer Peter war mit seinem Sohn Luis auf einem riesigen Pott unterwegs und schloss sich unserem Konvoi aus Segelbooten an. Wir hatten schon am Vortag beschlossen alle zur gleichen Zeit durch die Schleuse zu gehen und waren nun eine Flotte bestehend aus dem Amerikaner Robert, dem älteren Schotten Daniel und uns. Pünktlich um ein Uhr legten wir in Formation bei der St. Peters Marina ab, durchquerten die Brücke und begannen die Schleuse zu füllen, Sea Chantey zu hinterst. Die beiden Segelboote hatten rechts in der Schleuse festgemacht. Problemlos, denn beide Skipper waren erfahrene Segler. Wir hätten alle in der Schleuse Platz gefunden, wenn auch Peter seinen Kahn angemessen parkiert hätte. Da aber seine «Yes» eine enorme Windangriffsfläche bot, er dies nicht eingeschätzt hatte und zu allem Überfluss die Querstrahlruder ausfielen, blieb seinem Sohn nichts anderes als die Yes festzumachen wie sie war. Sonst wäre sie rückwärts aus der Schleuse getrieben. So hatten wir hinter ihm aber keinen Platz mehr. Weil sein Manöver einen Moment dauerte, machten wir vor der Schleuse hinter ihm fest. Um noch in die Schleuse zu kommen, mussten wir die Seite wechseln, weshalb wir den Wind von der Seite bekamen. Ehe wir uns versahen, drehte Sea Chantey sich, wandte den Bug von der Schleuse ab und der arme Frischer auf der Schleusenmauer musste den Kopf einziehen um nicht von unserem Bugspriet getroffen zu werden. Ich und Richard konnten gerade noch die Fender zwischen Rumpf und Mauer stecken. Reto korrigierte um die Nase in die Schleuse zu stecken, doch Sea Chantey warf plötzlich den Bug herum und drehte das Heck an die Mauer. Auf unserem armen Dinghy und unseren Armen aufgestützt drehte sie sich um 180°. Reto konnte einem Passanten die Heckleine reichen, während Richard und ich die Fender auf die andere Seite hängten. Der Tanz endete damit, dass Sea Chantey mit dem Heck zur Schleuse, an der Heckleine hing und vorn nur knapp nicht die schwimmenden Balken im Kanal berührte. Wir atmeten auf: Wir waren alle heile, Sea Chantey und das kleine Dinghy Alianza hatten keinen Schaden genommen und alle waren der Meinung Reto hatte das Steuer gebändigt wie ein alter Meister. Nun wurde die Flotte geschleust und kaum waren sie aus der Schleuse gefahren, verschätzte sich Peter wieder. Er wollte die Kanalseite wechseln und wurde wieder vom Wind gedreht, weshalb Reto und Richard eilten, um Luis beim Festmachen des Potts zu helfen. Der Schleusenmeister erstaunte sich darüber, sie hätten Peter eine Hauen sollen, statt ihm zu helfen – wir waren zwar wütend, aber wir sind und bleiben nette Leute. So nett, dass wir der ganzen (!) Flotte samt Peter und Luis Kaffee, Rum und Whiskey servierten, kaum hatten wir die Schleuse durchquert. Die Schleusenmeister öffneten die Brücke noch einmal, damit wir es einfacher hatten – Danke! Den Test des Nachmittages versoffen wir. Da Richard und Reto noch spazieren gingen, bekam Jolina Anson ihr verlorenes Mobiltelefon zurück. Das Mädchen hatte Glück, dass wir ebenso deutschsprachig sind wie sie. Ein Kanadier hätte ihre Nachrichten nicht entziffern können und sie nicht gefunden.

Durch die Brücke (Foto von Richard)

Robert ass mit uns zu Abend, bevor wir noch einmal zur Jam Session gingen. Zwei Pint Cider brachten mich dazu Richard den Song «Barettes Privateers» zu verschaffen, ich musste aber selber mitsingen. Reto machte derweil schon wieder der Serviertochter den Hof. Michelle plauderte mit ihm über meine Zeichnungen, die ich mit Kugelschreiber gekritzelt hatte. Die Zeichnung von Sea Chantey schraffierten wir kurzum mit Kontaktdaten aus und schenkten sie ihr, weshalb wir drei Seeleute (sehr zur Freude der Jungs) eine Umarmung der hübschen Schankmaid bekamen. Da Michelle einst einen deutschen Freund hatte und ein wenig Deutsch spricht, fliegt vielleicht bald auch eines meiner Bücher über den Teich…

Überfahrt der Chedabucto Bay von St. Peters nach Cape Canso (Foto von Richard)

Wir beschafften am Samstag, 20. 10. 2019 die letzten Sachen und legten ab. Wir hatten starken Westwind, womit wir nur unter Fock- und Besansegel über die hohe atlantische Dünung glitten. Weil ich einige Zeit unter Deck kochte, wurde ich in der Chedabucto Bay leicht seekrank, was mich quälte bis wir Cape Canso auf dem neuschottischen Festland erreichten. Kaum hatten wir die Heulboje vor der Ortschaft Canso erreicht, ging es mir wieder besser, denn wir holten die Segel ein. Wenn ich gebraucht werde verfliegt die Seekrankheit. Kaum waren die Segel geborgen, stand ich als Lotse auf dem Bugspriet. In die Bucht zwischen Grassy Island und Georg Island gegenüber der Stadt mussten wir seichtes Fahrwasser passieren, weshalb ich Ausschau nach Untiefen halten musste. Bis auf einen Seehund war aber nichts Auffälliges zu entdecken. Wir warfen Anker im Norden der Bucht, wo nur das Heulen der Boje an Menschen erinnerte, obwohl die Stadt nur eine halbe Meile westlich war.

Wettlauf zum Konzert

Richards erster Tag an Bord war nass! Wir machten in Whycocomaq einige Besorgungen – Richard brauchte eine Kaffeetasse – und brachen bei Nebel und Regen, aber kaum Wind auf! Hätten wir die Zeit gehabt, wären wir vermutlich noch geblieben, aber wieder waren wir in Zeitnot. Ich hatte Konzerttickets für das Celtic Colours Konzert in St. Peters gekauft, das einzige für das ich noch Tickets bekam. So stiegen wir nach einigen Stunden langsamen Segelns wieder auf Motor um, brauchten aber dennoch den ganzen Tag um Maskell Harbour zu erreichen. Wieder mussten wir früh los, doch hatten wir am Mittwoch doch zumindest allerschönstes Wetter. Nur wieder beinahe keinen Wind, sehr zu unserem Verdruss. Aber man macht bekanntlich das beste draus: Ich konnte lesen, abwaschen und schreiben, alles barfuss. Richard konnte lesen und Tee trinken. Und Reto… durfte steuern, was er eben am liebsten tut. Bei Sonnenschein legten wir in St. Peters an, das sich schon wie ein zu Hause anfühlt. Wir kennen bereits zwei Hand voll Leute, der Yacht Club ist eine Art grosse, bunte Familie. Schnell duschen, schnell zu Subway und schon standen wir vor dem Konzertsaal. Die Celtic Colours sind ein Festival zu Ehren der traditionellen Musik, welches auf ganz Cape Breton Island stattfindet. Während der Woche, in der sich die Blätter der Laubbäume verfärben, werden jeden Abend in unterschiedlichen Ortschaften Konzerte, kleine Events und Workshops gehalten. Künstler und Publikum reisen aus der ganzen Welt an. So hörten wir zu Konzertbeginn eine Sängerin aus Grenada, die traditionelle Musik aus der Karibik und den USA spielte. Dann gaben die lokalen Geigenspieler richtig Gas und der «fiddling Fisherman» schloss mit unglaublich schnellem Geige- und Gitarrespiel ein atemberaubendes Konzert. Natürlich fehlten wir auch an der After Party nicht, die eine Open Jam Session in einer Bar am Stadtrand war. Die Blaunasen, die hiesigen Kanadier, sind wahre Meister der Musik und eine Jam Session, an der unbekannten Leute spielen, steht einem Konzert in nichts nach.

Fotografiert aus dem Tür-Loch, zwei nasse Jungs

Entsprechend unseres Bier- und Cocktailkonsums bis morgens um eins, schliefen wir am stürmischen Freitag lange. Da der Wetterbericht Sturm mit Böen um 90 km/h angesagt hatte, wollten wir den Tag hier verbringen und dann im Konvoi mit zwei anderen Schiffen die Schleuse passieren. Also wuschen wir Wäsche. Unsere kleine Yacht Club Familie hatte am Vorabend die Künstler des Konzerts mit Truthahn verpflegt, dessen Rest nun die Leute aus dem Club samt uns vertilgten. So sitze ich mitten am Nachmittag mit Cola Rum vor meinem Blog, während die Jungs plaudern.

Running for Richard

Der Stopp in Jens Boatyard war nur kurz. Wir holten die Reste unserer Bestellungen samt Rechnung ab und werkelten ein wenig an Sea Chantey. Auch hatte ich Zeit für ein Experiment, ich habe gebacken. In kürzester Zeit hatte ich einen ganz ordentlichen Brotteig ohne Rezept angemischt, da ich mir aber mit dem Backen im Backofen nicht sicher war (schliesslich buk ich zum ersten Mal mit einem Gasofen), buken wir einen Teil des Teigs an Stöcken über dem Feuer. Das Schlangenbrot gelang und auch den kleinen Laib Brot aus dem Ofen empfanden wir als gut. Er war unser Frühstück an einem windigen, kühlen Freitag, als wir nach Whycocomaq aufbrachen. Wir hatten Gegenwind und kämpften uns in langen Schlägen durch den westlichen Arm des Lake Bras d’or. Den ganzen Tag kreuzten wir auf, ohne zu glauben auch nur die Hälfte des Weges zurücklegen zu können. Bei Sonnenuntergang retteten wir uns nach Little Harbour, das kreisrund ist mit einer winzigen Einfahrt und deshalb gegen alle Windrichtungen Schutz bietet. Da unser Wetterbericht viel Wind und Sintflutartigen Regen angesagt hatte, versteckten wir uns einen ganzen Tag lang vor dem schlechten Wetter. Wir fanden an diesem Samstag vermutlich alle undichten Stellen unseres Decks.

Backe, backe Schlangenbrot

Am Sonntag brachen wir früh auf. Der Wind war leicht und das Wetter trocken aber bewölkt und kalt. Wir segelten bis zur Barrastrait Bridge, nördlich von ihr mussten wir die Hilfe unseres Motors in Anspruch nehmen, da wir uns am Abend in Whycocomaq mit Retos Onkel und Tante verabredet hatten. Zumal wir seit zehn Tagen keine Dusche mehr gesehen hatten, machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Baddack, der Sommerresidenz von Alexander Graham Bell, dem Erfinder des Telefons. Eine Stunde später setzten wir wieder die Segel und jagten mit jeder Böe dem Indianerreservat Whycocomaq entgegen. Unter voller Besegelung neigte sich Sea Chantey um dreissig Grad, aber wir waren unter Zeitdruck. Nur ging uns nach der Little Narrows Ferry der Wind aus, weshalb wir den Rest unter Motor machten. So kamen wir aber rechtzeitig in Whycocomaq an um Thanksgiving in unserem Lieblingsrestaurant zu feiern, welches einer schottischen Familie gehört. Wir haben uns dort mit Kristen, der Tochter des Wirts angefreundet. Ausserdem kamen wir so zu unseren Kartoffeln.

Am Montagmorgen besahen wir zunächst die Beule, die Reto Sea Chantey beim Anlegen zugefügt hatte. Es war schon dunkel gewesen, weshalb Reto den vorstehenden Pfeiler des Pier nicht gesehen hatte und damit kollidiert waren. Aber ausser Lackschaden war alles in Ordnung. Da wir Richard am Nachmittag erwarteten, machten wir einen Besuch bei Tim Hortons, dem in Kanada häufigsten Coffee Shop, um das Internet zu benutzen. Ich arbeitete, Reto plauderte – stundenlang, bis ich endlich meine Blog up dates erledigt hatte. So waren wir keine Viertelstunde zu Hause als Richard seinen Weg von der Strasse ganz allein zum Pier fand! Und er brachte Post: Meine vergessenen Notizen zum nächsten Buch, Chräbeli, Käpt’n Tollys Ritzenkleber, zwei Flaschen Rum und so weiter. Aber keine Heizung. Diese war nie zu Retos Eltern geliefert worden, wir heizen also weiterhin mit der Petrollampe. Den ganzen Nachmittag brauchten wir, bis Richard richtig eingezogen war.

Maskell Harbour

Wir waren einige Tage Gast in der Geisterstadt und versteckten uns vor dem kalten Wetter und starkem Wind. Unsere Arbeit bestand aus Kabine putzen, unsere Freiwache aus lesen. Erst am dritten Tag war es wieder warm und sonnig. Unter wenig Wind, aber mit bester Laune segelten wir nach Norden. Wir setzten auch das Grosssegel und wurden trotz leichter Briese sechs Knoten schnell, was Sea Chantey Rumpfgeschwindigkeit entspricht (die maximale Geschwindigkeit, die die Rumpfform ohne grössere Belastung der Takelage erlaubt). Da wir während den Celtic Colors auch Iona besuchen wollten, erkundeten wir auch dort die Anlegemöglichkeiten. Dazu überquerten wir den Lake Bras d’or und am frühen Nachmittag funkte ich die Barrastrait Brigde an, die bei Iona den Salzwassersee überquert. Der Brückenmeister öffnete uns die Klappbrücke. Auf der Nordseite befanden wir den öffentlichen Pier als tauglich und liessen uns daher von unserm Klüver weiter nach Norden ziehen. Bald kam das Gills Point Lighthouse, ein kleiner, gelber Leuchtturm auf einer Landzunge in Sicht. Um diesen herum fuhren wir in eine wunderbare kleine Bucht, warfen Anker hinter der niederen Landzunge und machten klar Schiff: Der Anker und seine Kette zogen immer Dreck an Deck, wenn wir ihn hochzogen, weshalb wir das Deck schrubben mussten.

Sea Chantey und das Gills Point Lighthouse

Maskells Harbour trägt seinen Namen erst seit den 60er Jahren. Nach einer lustigen Geschichte beschlossen die Leute der Umgebung sie umbenennen zu lassen. Am hinteren Ende stand einst eine Schmiede am Hang. Als in einem Winter der Schmied Mister Maskell am Morgen noch im Nachthemd sein Haus verliess, um Feuerholz aus dem Schuppen zu holen, rutschte er aus. Er rutschte den Hang hinunter auf den gefrorenen See hinaus, wo er feststellte, dass er den gefrorenen Hang nicht wieder hinaufklettern konnte. So entschied er die Bucht zu überqueren und den Hügel beim Leuchtturm zu erklimmen. Als der Leuchtturmwächter die Gestalt durch das Fernglas erspähte, entschied er zuerst alle seine sieben Töchter im Leuchtturm einzusperren, bevor er dem verdächtigen Mann im Nachthemd zu Hilfe kam…

Reto’s Strandfeuer

Am folgenden Tag machten wir Ausflüge an Land. Da uns inzwischen das Wasser ausgegangen war, wusch ich im See ab, bevor ich mit Reto auf einer Seite hoch und auf der andern runterspazierte. Wir fanden Austern im Wasser und hunderte von kleinen, violetten, fünfarmigen Seesternen. Mit Alianza ruderten wir einem entlang dem Ufer rund um die Bucht. Die Höhlen in den südlichen Felsen schienen nicht sehr stabil, weshalb wir sie aus der Ferne betrachteten. Dafür ruderte Reto in den Sumpf hinein. Das Wasser war dort so flach, dass wir den Krebsen am Grund beim Kämpfen zusehen konnten. Wir beendeten unseren Ausflug bei einem grossen Baum, um den sich ein kleiner roter Strand gebildet hatte. Dort entfachte Reto ein Feuer, während ich die Seesterne einsammelte, die am Ufer in Gezeiten-Pfützen vor sich hin vegetierten, und setzte sie zurück ins Wasser.

Nach diesem Ausflug segelten wir mit einem Zwischenstopp in Little Harbour noch einmal zu Jens Sauer.

Die Geisterstadt auf Chapel Island

Wir machten nur einen kurzen Aufenthalt in St. Peters, kauften ein und während ich meinen Blog halbherzig fütterte, liess Reto an einer Tankstelle unseren Gastank zertifizieren und füllen. Zur Zertifikation hatte der alte Anschluss ersetzt werden müssen, weshalb sich Reto zwei Mal zu Fuss auf den Weg machen musste, wobei er den schweren Tank tragen musste. Es regnete dauernd, doch als wir ablegten, wurde das Wetter besser. Da wir den St. Peters Inlet nicht verlassen würden, fuhren wir unter Motor: Wir waren auf Entdeckungstour. Für einen Event der Celtic Colors suchten wir einen geeigneten Anlege- oder Ankerplatz, den wir in Robertson Cove fanden.

Ebenfalls geeignet hätte Chapel Island sein können, doch um die Ortschaft zu erreichen, war es schlecht gelegen. Chapel Island ist von weitem erkennbar an dem weissen Kirchenturm, der umgeben von winzigen Häusern, am südlichen Inselende aufragt. Die Insel und Cape Breton trennt nur ein schmaler Streifen Wasser, zu dessen Seiten Bootsstege liegen. Wir ankerten Sea Chantey im Windschatten der Insel und Reto ruderte uns in Alianza, unser geliebtes hässliches Beiboot mit den furchtbaren Steuereigenschaften, an Land. Die Häuser waren allesamt verlassen, teils mit Brettern vernagelt, teils offen, teils zerstört und kaputt. Der Wind hatte kleine Dinge mitgerissen und Tiere Schuhe und andere Gegenstände verschleppt. Der Friedhof hatte keine zehn Gräber. In meinen Augen eine Geisterstadt, nur die weisse Kirche war in gutem Zustand. Aber überall war der Rasen getrimmt und hölzerne Bühnen aufgestellt, was bei uns Fragen aufwarf. Als wir zum anderen Bootssteg ruderten, wurde uns alles von einer Infotafel erklärt: Chapel Island, auf Mi’kmaw Potlotek gennant, ist ein heiliger Ort der hiesigen Mi’kmaq Indianer, an dem sich Mitglieder von sechs Stämmen zwei Mal im Jahr für einige Tage trafen. Zirka 2000 Personen feiern einige Tage lang christlich angehauchte Feste (die Mi’kmaq kamen sehr früh und recht friedlich in Kontakt mit Christen) und stärken Familienbänder, bevor sie die Insel wieder für ein halbes Jahr verlassen. Mit diesen neuen Erkenntnissen kehrten wir auf Sea Chantey zurück. Mir war die Geisterstadt unheimlich: Ich hatte dauernd das Gefühl jemand schleiche auf dem Schiff herum – ein neugieriger indianischer Geist der unsere Sea Chantey erkundete! Ich glaube meine Fantasie ging ein wenig mit mir durch, aber ich war der Meinung unser lustiges Kanu gefiel dem Geist.

Die leuchtenden Buchten von Cape Breton

Mit starkem Nordwestwind brachen wir nach Little Basin auf: Selbst unter voller Motorleistung brachte Sea Chantey mit Seitenwind nur 2.5 Knoten. Mitten im Canso Causeway setzten wir den Klüver und liessen uns mit Rückenwind aus dem Kanal ziehen. Allein mit dem Vordersten Segel machten wir 5.5 Knoten, was schon fast Sea Chantey’s Rumpfgeschwindigkeit ist. Dazu hatten wir strahlenden Sonnenschein. Eigentlich hatten wir auch das Besansegel setzten wollen sobald wir den Kurs wechselten, aber unser Ketsch zog so schön, dass wir es bleiben liessen. Little Basin, eine Bucht zwischen einigen Inseln nördlich der Isle Madame erreichten wir in kürzester Zeit. Hinter einer kleinen Insel warfen wir Anker in idyllischer Einsamkeit. Hier konnte ich ungestört die Holzperlen an der Gaffel montieren, womit nun auch das Grosssegel wieder einsatzbereit war. Zu zweit rüsteten wir die Kojen mit Netzen aus, die wir nun diverse Dinge verstauen konnten. Nach dem Abendessen wollte ich eigentlich in Frieden schreiben, aber Reto holte mich an Deck. Die Sterne spiegelten sich im flachen Wasser und es plätscherte, wenn die Fische dicht unter der Wasseroberfläche schwammen. Romantisch, aber mir war es zu frisch, weshalb ich wieder unter Deck ging – nur um kurz darauf wieder an Deck gerufen zu werden. Reto hatte das Deck spülen wollen und dabei Leuchtplankton entdeckt. Wenn der Eimer das Wasser in Bewegung versetzte begann das Plankton als kleine, blaue Fünkchen zu leuchten. Dabei sahen die Funken aus wie Glühwürmchen im Wasser, die auseinanderstoben und einen Moment glitzerten, ehe sie verschwanden. Wir spielten eine Weile mit dem Eimer im Wasser und betrachteten, was aussah wie Spiegelung von blauem Feuerwerk. Wir zogen einen Eimer voll an Bord und ich rührte mit einem Holzlöffel darin auch im Eimer funkelte die Sternschnuppensuppe. Irgendwann trieb uns die Kälte unter die Bettdecke.

die fertige Gaffel

Am Tag danach hatten wir allerschönstes Wetter, kaum Wind und klaren Sonnenschein. Sea Chantey lag fast bewegungslos auf der spiegelglatten Bucht. Wir machten deshalb das Dinghy klar und Reto ruderte uns nach Round Island, das uns vor dem Nordwind schützte. Alianza liessen wir zurück, festgemacht an einem Felsen. Dem Ufer entlang erkundeten wir die Insel, bis wir jeweils nicht weiterkamen, weil das Ufer zu unwegsam war. Ins Innere konnten wir nicht vordringen, da die Vegetation, lauter kleine Tannen, zu dicht war. Das Ufer bestand aus flachen Steinen jeder Grösse, mal Kies, mal grosse Brocken. Ich konnte es mir nicht verkneifen einen Turm daraus zu bauen, bevor wir von Round Island aus auf die grössere Insel ruderten, wobei ich kläglich feststellte, wie schlecht ich pullen kann. Aber wir erreichten den Kiesstrand, an dem wir kurz darauf entlangspazierten. Die Runde blieb aber kurz, denn wir wurden von Mücken geradezu angefallen und flüchteten auf unser Boot.

mein Steinturm – kindisch, oder?

Nun gingen wir an die Arbeit: Reto riggte den Bootsmannstuhl. Am Grossfall, mit dem normalerweise das Grosssegel gesetzt wird, zog er mich am Mast hoch. An einer Stelle am Mast war der Lack abgeblättert, weil ein herausstehender Nagel der Gaffelgabel ihn aufgekratzt hatte. Bewaffnet mit Schleifschwämmen sollte ich nun den Lack abschleifen, dann reinigen und die Stelle neu malen, wobei Reto mich jedes Mal mit dem neuen Material am Mast hochzog. Ich hatte schon etwas Muffensausen als ich nur gehalten von einem Seil, einer Rolle und Retos Körperkraft nach dem Himmel fuhr. Bis der Lack aufgetragen war fühlte ich mich aber so wohl am Mast, dass ich eine Dose Bier vermisste. Aber der angerührte Lack musste aufgebraucht werden, weshalb wir den Rest des Tages verschiedenste Orte lackierten.

Blick von oben

Das leuchten im Wasser konnte noch so schön sein, wir zogen weiter. Begleitet von einem Adler verliessen wir an einem regnerischen Morgen bei starkem, böigen Wind Little Basin. Vom Klüver liessen wir uns nach Janvrin Harbour ziehen. Unterwegs beobachteten wir Robben, oder wurden von Robben beobachtet? Einige guckten zu wie Sea Chantey die Bojen passierte. Im Harbour südlich von Janvrin Island gingen wir vor Anker uns lagen erstaunlich ruhig. Da unsere Bugspriet-Konstruktion und die Ankerkette an einander reiben wenn wir vor Anker liegen kam uns nun die glorreiche Idee: Um die Stahlseile zu schützen zogen wir mit einem Seil die Ankerkette in eine Position direkt unter dem Bugspriet. Diese Idee bewährte sich später viele Male.

Fleisch für zehn!

Für den 26. September hatten wir uns mit Retos Onkel und Tante verabredet, die jeweils Donnerstags ihren Wocheneinkauf in Port Hawksbury erledigen. So hatten wir die Möglichkeit mit einem Auto einkaufen zu fahren, womit Kiloweise Konserven zum Yacht Club zu transportieren leichter war. Unsere 10 kg Kartoffeln vergassen wir leider im Auto, aber wir hatten nun die benötigten Kabel um die Solarpanels an den Batterien anzuschliessen. Während der ganze Yacht Club seine Boote mit einem Kran für den Winter aus dem Wasser holten, war der Aufenthaltsraum des Clubhauses geöffnet. Ich nutzte die Gelegeheit meinen Blog up zu daten, bevor ich für Stunden am Herd stehen würde. Ich machte an diesem Abend zirka 2 kg Fleisch ein: Portionenweise musste ich dafür Fleischwürfel kochen, in Gläser füllen und mit flüssigem Fett auffüllen. Das Fett schliesst das Fleisch luftdicht ein, weshalb es länger geniessbar bleibt. Nachdem ich die Kombüse aufgeräumt hatte, fielen Reto und ich regelrecht in die Koje.

Schleusenfahrt ins Nebelmeer

Wir verliessen den Piratenhafen am Dienstag, 24. September. Noch in der Mrina meldete Reto uns per Funk bei der Schleuse an, bis wir losgeworfen hatten und zur Drehbrücke vorgefahren, begann die freundliche Schleusenmeisterin die Durchfahrt zu öffnen. Auf beiden Strassenseiten gingen die Barrieren hinunter und die ganze Brücke machte eine 90°-Drehung um den einzigen, mittigen Brückenpfeiler. Reto fuhr Sea Chantey hindurch direkt in die Doppeltor-Schleuse. Ich hatte bis dahin eine Leine am Bug du eine achtern vorbereitet, mit denen wir unser Ketsch nun an einer Schleusenseite hielten. (Boote sollten in Schleusen nicht festgebunden werden, denn wenn der Wasserspiegel sinkt, hängt das Boot sonst an seinen Leinen in der Luft.) Tür zu und schon sank unser Niveau auf den Atlantik-Meeresspiegel. Kaum hatte Sea Chantey die Schleuse verlassen, hörten wir auch schon Alex’ Stimme aus dem Funkgerät: Mah Jong meldete sich an der Schleuse an. Sea Chantey fuhr noch ein Stück unter Motor bevor wir Klüver und Besansegel setzten. Da ich in der Marina immer den ganzen Tag geplaudert hatte, war unsere Gaffel noch immer nur halb beschlagen. Weshalb wir das Grosssegel nicht setzen konnten. Mah Jong überholte uns eine halbe Stunde später. Wegen eher leichtem Wind und dickem Nebel entschieden wir die Isle Madame unter Motor zu umrunden. Unser Ziel war Port Hawksbury am Canso Causeway, wo wir unsere Ausrüstung optimieren konnten. Dieses planten wir in zwei Etappen zu erreichen, wobei wir am Abend in Arichat an der Westküste der Isle Madame zu liegen kommen wollten. Zirka vier Stunden harrten wir in der Nebelsuppe aus, die unser Deck benetzte und uns in den Wimpern hängen blieb. Ich fuhr, denn Retos Brille war so beschlagen, dass er mit und ohne genau gleich viel sah – nämlich nichts. Schliesslich eroberten wir vorbei an untiefen, ausgeschalteten Leuchttürmen und Jersey Island die Bucht von Arichat. Hier warfen wir Anker, mussten uns aber alle Stunden vergewissern, dass er hielt, bevor wir dem Grund schliesslich vertrauten. Dann, endlich, kochte ich uns ein heisses Stew.

ein kleines Boot an einem noch kleineren Pier?

Von Arichat aus fuhren wir noch einen halben Tag durch dichten Nebel. Da wir kaum Wind hatten unter Motor, wobei ich die Gelegenheit nutze mit heissem Wasser abzuwaschen. Der Wasserhahn der Kombüse entnimmt das Warmwasser direkt dem Kühlkreis des Motors. Kaum waren die Töpfe sauber, wurde ich an Deck gepfiffen um Ausschau zu halten. Die Nebelwand war dicht und grau, doch drangen mitten im Canso Causeway Geräusche eines Lüfters an unsere Ohren. Plötzlich wurde das Heck des Frachters sichtbar, der im Bergbaugebiet am Pier lag. Alle zwei Minuten mussten wir ins Nebelhorn blasen, um unsere Position akustisch anzuzeigen, aber neben diesem Brummer hörte uns niemand.

Arbeit an der Gaffel

Nach dem Gesetz der grössten Schweinerei klarte der Himmel auf sobald wir in Port Hawksburys Hafen festgemacht hatten. Bei schönstem Sonnenschein gingen wir noch am gleichen Tag den Hügel hinauf, um uns mit weiteren Kunststoffboxen auszurüsten, in denen wir ausser Kleidung fast alles verstauen. Ausserdem konnte ich etwas Zeit in die Gaffel investieren.

Yacht Club Port Hawksbury

Die Goldjungen von Mah Jong

Mit der Crew unseres Nachbarschiffes, die Yawl Mah Jong führten wir bald eine freundschaftliche Beziehung. Unsere Arbeiten bspw. Das Beschlagen der Gaffel oder auch nur das Montieren des Klopapierrollenhalters blieben auf der Strecke, denn wann immer wir von einer Tour zurückkamen, bummelte ein Nachbar herüber um zu plaudern: Wir hatten nicht ein uninteressantes Gespräch! Kein Smalltalk, sondern Anekdoten und Tipps von erfahrenen Fahrtenseglern und Geschichten von Menschen.

Mah Jong, kurz bevor die Crew das Schlauchboot auflädt

Mah Jong hat viele Parallelen zu Sea Chantey. Beide wurden in Hongkong gebaut und sind Teak-Vollholz, was besonders spannend ist, weil sie beinahe gleichzeitig gebaut wurden: Mah Jong 1957 und Sea Chantey 1960. Beide sind in guter Kondition, wobei Mah Jong vor einigen Jahren Restauriert wurde und frisch ausgestattet. Zusammen sahen sie am Steg äusserst lustig aus, denn obwohl sehr ähnlich, ist Mah Jong doppelt so hoch wie unser altes Mädchen. Der blond gelockte Bursche, denn er ist erst Mitte Zwanzig, entpuppte sich als der Kapitän des Bootes. Alex hatte in Dänemark für Mah Jong’s Besitzer gearbeitet, der ihn kurzerhand zum Skipper, des frisch Restaurierten Boots gemacht hatte. Nun bringt er Mah Jong in seinen Heimathafen, Vineyard Haven in Massachusetts. Seine Crew sind Freunde von ihm und seinen Eltern, ausserdem sein Vater. David Goldhill, hatte als junger Mann seinen Job hingeworfen um in der Karibik zu segeln. So wuchs Alex mit seinen Geschwistern in Carriacou in den Grenadinen auf, bevor er in Dänemark Schreiner lernte und zu Mah Jong kam. Gegen einige Tafeln Schokolade tauschte ich mit dem jungen Kapitän ein romanartiges Sachbuch über Piraten. Er erzählte, er sei an Piraten sehr interessiert seit er mit Barry Clifford in Provincetown auf Schatzsuche gewesen war. Clifford hatte das Wrack eines Sklavenschiffs entdeckt, dass er tauchend ausräumte und mit den Sammelsurien ein Museum füllte. Sowohl Provincetown als auch Carriacou stehen jetzt auf der Destinationsliste.

Wir kamen zwar mit unseren Arbeiten nicht voran, durften aber einem Abenessen von Paul beiwohnen, der «zu viel gekocht» hatte. Er hatte zwar während eines Gesprächs mit uns sein Elchfleisch geliefert bekommen, kochte für seine Crew aber einen köstlichen Eintopf mit Schweinefleisch. Der «Moose» beherrschte dennoch den Humor bei Tisch, der sonst ruhige Kapitän gab sogar einen Akzentwitz zum Besten:

Once a scott came up here to Canada and on Cape Breton Island he saw his first moose. For he had never seen one before, he asked his blue nose friend: „Wath’s that big thing over there?” „That’s a Moose”, was the answer and the scott was shocked: „What? That’s a mouse? (In Akzent gesprochen wie „Moose”) Then I don’t want to see the rats!!”

St. Peters, Schleusenstadt und Piratennest

Am Samstag, 21 Sept. hatten wir alles zusammen, also machte Jens die Rechnung. Nach dem Mittagessen machten wir die Leinen los. Unter Motor, weil wir den Wind genau aus der Gegenrichtung hatten, verliessen wir den MacLeod Creek und brachten etwas Abstand zwischen uns und die Landzunge Widow Point. Dort setzten wir zum ersten Mal seit einem Jahr die roten Segel. Obwohl wir wunderbar sonniges Wetter hatten, war der Wind war stürmisch und böig. Deshalb setzten wir nur den Klüver und das Besan, das zweit vorderste und das hinterste Segel, was genug war um unsere sechs Knoten zu machen. Wir schienen das einzige Boot zu sein, dass unterwegs war, was wir auf die unangenehmen Wellen schoben, die genau so lang waren wie Sea Chantey und von hinten anrollten. Wir segelten zum ersten Mal seit Monaten, weshalb mein Freund der Situation mit viel Respekt entgegentrat, während ich mit einer übermütigen Euphorie am Steuer sass und bei jeder Welle hätte «Yippie!!!» schreien können. Schliesslich mussten wir zwischen den engen Inseln und Untiefen hindurch in den St. Peters Channel. Die Wellen liessen nach, doch die Manöver zu segeln erforderten dennoch Fingerspitzengefühl. Wenige Kilometer vor St. Peters kamen wir in Gegenwind und legten den Rest der Strecke unter Motor zurück. In der Marina wurden wir von vielen Helfern empfangen, die unser hübsches Boot sehr prominent am Steg zu vertäuen halfen. An diesem Abend bekamen wir die erste Dusche seit einer Woche.

In St. Peters sind zwei Dinge allgegenwärtig: Die Schleuse mit der dazugehörigen Drehbrücke, die den Bras d’or mit dem Atlantik verbindet, und die Pirat Days, ein jährliches Fest mit Aktivitäten und Parade, das wir um eine Woche verpasst hatten. Die Schleuse war unser Ziel, denn wir wollten uns in den Maritimes umsehen, bevor wir zu den Celtic Colors nach Cape Breton Island zurückkehren wollten um anschliessend den Weg in die Karibik anzutreten. Da der Bras d’or ein Meerwassersee ist und an zwei Stellen zum Atlantik offen, hat er Gezeiten, doch sind diese versetzt zu denen des Atlantiks. Die Schleuse muss demnach in beide Richtungen funktionieren, da einmal der See höher ist und einmal das Meer. Die Drehbrücke führt über den Kanal und muss betätigt werden, wenn ein Segelboot den Kanal passiert. Zwei Personen sind also an der Schleuse und Brücke beschäftigt, weshalb in der Nebensaison (bspw. September) nicht jeden Tag geschleust wird; da die Kombination aber zu Parks Kanada gehört, ist die Benutzung gratis.

Nach dem Sonntagseinkauf (70 L Trinkwasser und Lebensmittel) gingen wir bei dem Ehepaar zu besuch, dass vor einem Jahr Reto und Pascal zum Kaffee einlud. Er besitzt ein Jacht Charter Business und sie ist Schmuck-Künstlerin. Im letzten Jahr war er gerade dabei ein Boot zu bauen mit dem beide in die Karibik wollten, es ist aber noch immer nicht bereit. Zu unserm Glück, denn deshalb waren sie zu Hause. Er gab uns einen Einblick in die Pirat Days, erzählte uns von der wunderbaren Parade und dem Bootsbau-Contest: Aus Karton und Klebeband musste innerhalb einer gewissen Zeit ein Boot gebaut werden, mit dem die Mannschaft ein Wettrennen, beziehungsweise Wettpaddeln um eine Boje im Hafen gewinnen mussten. Kartonboote!!! Mindestens die Hälfte der Mannschaften saufen ab, was äusserst lustig zu erleben und anzusehen sein muss. Es ist für die hiesige Bevölkerung ein wahres Highlight; wir hatten schon am ersten Tag eine Piratenflagge von einem Bootsbesitzer im Hafen geschenkt bekommen, die jetzt munter an unserer Flaggenleine weht. Wenn wir weiterfahren, werden wir sie aber streichen, denn es ist bis heute verboten unter schwarzer Flagge zu segeln.

Derweil hatten wir Stegnachbaren bekommen: Eine hübsche, klassische Yawl hatte neben uns festgemacht als wir vom Spaziergang zur Schleuse zurückkehrten. Sofort waren wir wieder in ein Gespräch über unsere Boote, Thorshämmer und Dieselheizungen verstrickt. Der Thorshammer, den ich diesen Sommer aus Wachs modellierte, in die Giesserei schickte und erst seit einigen Wochen trage, fiel dem jungen Mann mit den goldenen Locken sofort auf, als wir besprachen, dass wir Sea Chantey noch ein wenig nach versetzen um mehr Abstand zwischen den Booten zu haben. Schon wussten wir, dass wir es mit Dänen zu tun hatten und durften eine Dieselheizung begutachten, wie Richard sie uns hoffentlich liefern wird. Ich begann an diesem Abend noch die Gaffelgabel neu zu beschlagen, vollendete meine Arbeit aber nicht.